{"id":3827,"date":"2026-10-24T22:03:37","date_gmt":"2026-10-24T20:03:37","guid":{"rendered":"https:\/\/seglerkameradschaft.de\/?p=3827"},"modified":"2026-10-25T09:34:43","modified_gmt":"2026-10-25T08:34:43","slug":"zehn-jahre-sportbootinkasso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/seglerkameradschaft.de\/?p=3827","title":{"rendered":"Zehn Jahre Sportbootinkasso"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahre 2016 hatte die Berufsgenossenschaft Verkehr die Unfallgefahr aus der Routine-Nutzung der Schleusenleitern in den NOK-Schleusen &#8211; das \u201eKlettern zum Bezahlen im Schleusenb\u00fcro\u201c &#8211; wegen massiver Sturz- und Soggefahr als lebensgef\u00e4hrliche Zweckentfremdung eingestuft. Die Leitern in den Schleusenkammern sind baurechtlich Rettungseinrichtungen f\u00fcr den Notfall, und der Betreiber der Anlage hat eine Verkehrssicherungspflicht. Unfallverh\u00fctungsvorschriften sind gesetzlich bindend f\u00fcr die Sicherheit am Arbeitsplatz, und mittelbar sind hier eben auch die Schleusennutzer betroffen.<\/p>\n<p>Die WSV reagierte ab Mai 2016 mit der einstweiligen Aussetzung der Erhebung der Kanal-Befahrensabgabe f\u00fcr Sportboote. Diese ungeplante Nullrunde zog sich \u00fcber die gesamte Saison 2016 und 2017 hin, erst zum 1.4.2018 wurde die Abgabenpflicht wiederaufgenommen. Zwei Kassenautomaten gingen in Betrieb, aber nur in Holtenau: Ein Automat stand auf einem kanalseitigen Schwimmsteg, der andere an der Sportbootliegestelle westlich des Holtenauer Tiessenkais.\u00a0Die Entwicklung eines Internet-Bezahlportals wurde angek\u00fcndigt: \u201e<em>Mit der Freischaltung des Inkassosystems per Internet wird das Zahlen der Geb\u00fchren f\u00fcr die Sportbootfahrer im NOK noch einfacher und moderner. Ein konkreter Termin f\u00fcr die Freischaltung kann derzeit noch nicht genannt werden\u201c<\/em>. Man ahnte bereits: Es bleibt spannend. Pikanterweise ist Bundesministerium ist nicht nur f\u00fcr Verkehr, sondern auch f\u00fcr digitale Infrastruktur zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Das <strong>2018er Automaten-Setup<\/strong> war mit einer Reihe von Merkw\u00fcrdigkeiten verbunden. Eine Ticketkontrolle mit Sanktionsoption vor, w\u00e4hrend oder nach der Schleusung fehlte \u2013 das Schleusenpersonal sitzt bevorzugt im Leitstand, niemand patrouilliert am Schleusenbecken. In Brunsb\u00fcttel kann man ohnehin nur dann bezahlen, wenn man den Kontrolleur zu seinen Dienstzeiten an der Sportbootliegestelle antrifft. Dessen Anwesenheit wurde schon auf der \u00dcbersichtskarte des Flyers mit dem Attribut \u201esporadisch\u201c belegt.<\/p>\n<p>Und klar: Die Automatenzahlung erforderte zus\u00e4tzliche Anlegeman\u00f6ver f\u00fcr Skipper, was in der Sommersaison leicht zu Gedr\u00e4nge am Steg f\u00fchrt. Vor allem aber waren die Automaten h\u00e4ufig defekt. Das frustrierte insbesondere die ehrlichen Schiffsf\u00fchrer, die wirklich bezahlen wollten, also auch im Nachgang einer Schleusung. \u00a0Und so hie\u00df es zunehmend (und hei\u00dft es noch heute): <em>\u201eDer Kassenautomat an der Schleuse Kiel-Holtenau ist vor\u00fcbergehend au\u00dfer Betrieb\u201c<\/em>, was aber eher einen Dauerzustand verschleierte.<\/p>\n<p>Ohne technische Betriebsbereitschaft des Zahlungssystems kommen \u00fcbrigens Zweifel am Betreiberinteresse f\u00fcr die gesamte Abgabenerhebung auf. Ein kommerzieller Parkplatzp\u00e4chter w\u00fcrde anders agieren. Kassenautomaten und deren Software sind eigentlich keine Raketenwissenschaft. Und wenn man gewollt h\u00e4tte, h\u00e4tte man auch eine interaktive Bezahlm\u00f6glichkeit bei den WSA-Pf\u00f6rtnern in Brunsb\u00fcttel und Holtenau arrangieren k\u00f6nnen (m\u00fcssen). Andererseits lie\u00df sich von vornherein kein Platz f\u00fcr einen Kassenautomaten in Brunsb\u00fcttel finden. Man ahnt: Die Interessen zwischen Ministerium, Generaldirektion und WSA sind nicht deckungsgleich. Von den technischen Unzul\u00e4nglichkeiten abgesehen ist aber die fehlende Vision zur Ticketkontrolle der offensichtlichste Mangel im Prozessdesign.<\/p>\n<p>Zwischen Juli und Dezember 2020 (verl\u00e4ngert bis Dezember 2021) sorgte dann die Corona-Geb\u00fchrenbefreiung f\u00fcr eine vor\u00fcbergehende Entlastung aller Beteiligten einschlie\u00dflich der Sportschifffahrt; ein Mitnahmeeffekt, denn die Pandemie-induzierten weltwirtschaftlichen Verwerfungen in der Berufsschifffahrt f\u00fchrten dazu, dass die Kanal-Abgabenverordnung pauschal ausgesetzt wurde, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Kanalpassage zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Im Januar 2022 setze die Zahlungspflicht via Kassenautomat wieder ein. Die Webshop-\u00c4ra startete dann im M\u00e4rz 2023 mit einem Pilotsystem, die aber erst ab Juli 2023 als solche beworben wurde. Zum M\u00e4rz 2024 wurde der Pilotbetrieb offiziell f\u00fcr erfolgreich erkl\u00e4rt und im neuen <a href=\"https:\/\/wsv.webshop.bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WSV-Webshop<\/a> in den echten Regelbetrieb \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Was waren die <strong>Erfahrungen einer Kanalpassage im August 2026?<\/strong> Nun, der Webshop mit Registrierung, Benutzerf\u00fchrung und Zahlung per Kreditkarte funktioniert soweit anstandslos. Die Infrastruktur: Der kanalseitige Kassenautomat in Holtenau war abgebaut, das Gegenst\u00fcck an der Liegestelle dauerhaft gesperrt; dort wurden auch keine Liegegelder mehr erhoben. Der Zugangscode zu den abgeschlossenen Sanit\u00e4ranlagen musste bei Stegnachbarn erfragt werden. Ein nicht unmittelbar als Amtstr\u00e4ger erkennbarer, aber immerhin mit Klemmbrett best\u00fcckter Herr n\u00e4herte sich morgens dem Schiff; offenbar, um den Bootsnamen aufzunehmen und abzugleichen. Endlich, ein Kontrolleur! Nach h\u00f6flicher Begr\u00fc\u00dfung durch den Skipper fragte der Amtstr\u00e4ger, ob denn schon ein Kanalpassage-Ticket gel\u00f6st, also ein Abgabenbescheid ergangen w\u00e4re und ein Durchfahrtscode bekannt sei; der Skipper verneinte und versicherte wahrheitsgem\u00e4\u00df, eine WSV-Webshop-Buchung noch rechtzeitig vor Fahrtantritt durchzuf\u00fchren. Gedacht hat er: Netter Versuch, aber ich fahre hier erst mal ganz legal bis nach Brunsb\u00fcttel und setze dort auf die sporadische Anwesenheit des dortigen Kontrolleurs. Oder zahle am Abend beim Schleusenw\u00e4rter an der Gieselauschleuse. Wie auch immer: In den Schleusen fand keine weitere Ansprache statt.<\/p>\n<p>Das Thema \u201eDurchfahrtscode\u201c ist erl\u00e4uterungsbed\u00fcrftig. Das <strong>2024er Webshop-Setup<\/strong> brachte n\u00e4mlich neue Abwegigkeiten ins Spiel, f\u00fcr die eine spezielle Fassade von Kontrollinfrastruktur aufgebaut worden war.<\/p>\n<p>Die <strong>erste Facette<\/strong>: Als Zahlungsnachweis wird neben dem PDF des Abgabenbescheides auch ein PDF mit einem Durchfahrtscode wie \u201eWKW17-26\u201c per Mail versandt. Der Webshop sagt: <em>\u201eHalten Sie den Code ausgedruckt oder sehr gro\u00df mit dunklem Filzschreiber aufgeschrieben auf DIN A 4 Format bereit.\u201c<\/em> In den Pressemitteilungen hie\u00df es: <em>\u201eIdeal ist es, den Code m\u00f6glichst gro\u00df im DIN A 4 Format auszudrucken oder die Buchstaben- und Ziffernkombination den Kontrolleuren mitzuteilen.\u201c<\/em> Bestimmt! Wie gut, wenn ein Filzschreiber zur Hand ist; Sportboote haben alles M\u00f6gliche, aber keinen Drucker. Aus 12 Metern H\u00f6he k\u00f6nnte es knapp werden, den Durchfahrtscode auf dem Zettel erkennen zu k\u00f6nnen. Warum nicht besser mit Spr\u00fchsahne aufs Deck schmieren? Aber zuerst m\u00fcsste sich das Schleusenpersonal \u00fcberhaupt daf\u00fcr interessieren wollen.<\/p>\n<p>Die <strong>zweite Facette<\/strong>, hier als Zitat der Pressemitteilung: <em>\u201eAn einer automatisierten L\u00f6sung f\u00fcr den Kontrollvorgang in Form von freiwillig daf\u00fcr frei gegebenen AIS-B-Signalen wird gearbeitet\u201c<\/em>. Und der Webshop sagt: \u201e<em>Wir bieten nun auch eine automatisierte Kontrolle an: Daf\u00fcr geben Sie bitte die MMSI-Nummer f\u00fcr Ihr AIS-Ger\u00e4t\u00a0\u2013 sofern vorhanden \u2013 bei der Anmeldung an. In Ausnahmesituationen m\u00fcssen wir Sie dennoch um Ihren Code bitten. Das geschieht, wenn der Abgleich von MMSI-Nummer und Schiffsname durch tats\u00e4chliche Umst\u00e4nde z.B. wegen Abdeckung oder Unleserlichkeit des Schiffsnamens unm\u00f6glich ist. Zur Sicherheit halten Sie den Code einfach dick und gro\u00df auf ein DIN A 4 Blatt geschrieben parat.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Aus technischer und nautischer Sicht ist die Idee, die Kontrollinfrastruktur \u00fcber das AIS-Signal (Automatic Identification System) aufzubauen, ein faszinierendes, fast schon bizarres Beispiel f\u00fcr digitale Scheinl\u00f6sungen. Es setzt voraus, dass Sportboote \u00fcber ihren (einzuschaltenden) Transponder AIS-Signale aussenden, die per Definition auch den Mobile Maritime Service Identifier (MMSI) des Schiffes enthalten und die damit identifizierbar werden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst w\u00e4re hier zu konstatieren: AIS ist im Rahmen des internationalen Schifffahrtsrechts (SOLAS) als System zur Kollisionsverh\u00fctung und Erh\u00f6hung der Sicherheit auf See gedacht und dient insbesondere dazu, Schiffsname, MMSI, Kurs und Geschwindigkeit an umliegende Schiffe zu \u00fcbermitteln \u2013 um die nautische Identifizierbarkeit und Berechenbarkeit zwischen den Verkehrsteilnehmern zu verbessern. Es wirkt befremdlich, daraus ein Werkzeug zur beh\u00f6rdlichen Abgabenkontrolle zu machen.<\/p>\n<p>Was sind die realen Engp\u00e4sse des AIS-Ansatzes?<\/p>\n<p><strong>Freiwilligkeit der Angabe<\/strong>. Der Webshop fordert die Eingabe der MMSI &#8211; mithin die Offenlegung einer Ausstattung des Schiffes mit einem AIS-Transponder Klasse-B f\u00fcr Sportboote\u00a0 &#8211; auf freiwilliger Basis an. Wer bezahlen will, gibt die MMSI an, wird im Kanal automatisch elektronisch erfasst und wird f\u00fcr den Zeitraum der gebuchten Passage als \u201eZahler\u201c gr\u00fcn abgehakt. Wer nicht bezahlen will, gibt keine MMSI an (oder meldet sich erst gar nicht an). Das bedeutet f\u00fcr die WSV: \u00dcber das automatisierte AIS-Verfahren kann man im Grunde nur die Boote kontrollieren, die ohnehin schon bezahlt haben. Um die Nichtzahler zu finden, m\u00fcsste die Beh\u00f6rde weiterhin den gesamten Kanal h\u00e4ndisch oder per Boot nach Yachten ohne AIS-Abgleich absuchen und diese dann ansprechen. Das Kontrollproblem wurde also gar nicht gel\u00f6st.<\/p>\n<p><strong>AIS-Ausstattung<\/strong>. AIS ist nur f\u00fcr die Berufsschifffahrt verpflichtend. Der Ausstattungsgrad mit AIS-Transpondern ist bei gr\u00f6\u00dferen seegehenden Segelyachten mittlerweile gehobener Standard, bei \u00e4lteren oder kleineren Schiffen aber sehr \u00fcberschaubar. Von allen mit AIS ausgestatteten Sportbooten haben etwa zwei Drittel lediglich einen AIS-Receiver, empfangen also AIS-Signale via UKW und nutzen diese zur Darstellung auf ihrem Navigationsplotter, senden aber selbst kein aktives AIS-Signal. Diese Schiffe sind f\u00fcr die Verkehrszentrale im Kanal digital unsichtbar. Insgesamt eher kein brauchbarer Ansatz f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Abgabenkontrolle.<\/p>\n<p>Wie h\u00e4tte es sein m\u00fcssen? Yachten m\u00fcssen eigentlich verpflichtet werden, ganz regul\u00e4r einen Meldepunkt, eine Mautstelle im Kanal und in Schleusenn\u00e4he aufzusuchen &#8211; zum Bezahlen, oder um den Durchfahrtscode best\u00e4tigen zu lassen.<\/p>\n<p>Und nun? N\u00fcchtern betrachtet fallen bei zehn- bis zw\u00f6lftausend Sportbootpassagen je nach Bootsgr\u00f6\u00dfe im Mittel vielleicht etwa 20 Euro pro Schiff an; im Idealfall erw\u00e4chst daraus eine knappe Viertelmillion Euro. Es ist m\u00f6glich, damit einen Webshop und Kassenautomaten zu betreiben, aber schwer, daraus ein effektives Kontrollsystem mit einigen Angestellten aufzubauen \u2013 und dar\u00fcber hinaus auch einen realen Deckungsbeitrag f\u00fcr den NOK-Haushalt der WSV zu erwirtschaften. H\u00e4tte man das gleich erkennen k\u00f6nnen? &#8211; Absolut.<\/p>\n<p>Der Betriebsaufwand zusammen mit den Erhaltungsma\u00dfnahmen f\u00fcr den NOK (ohne die aktuell dreistelligen Millionenbetr\u00e4ge f\u00fcr Neubau-Investitionen) bewegte sich im letzten Jahrzehnt lt. <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/074\/2007431.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Parlamentarische Anfrage (Seite 54)<\/a> stabil bei etwa 60 Millionen Euro j\u00e4hrlich, die veranschlagten Einnahmen aus \u201eSchifffahrts- und Befahrungsabgaben f\u00fcr den Nord-Ostsee-Kanal\u201c liegen bei eher 16 Millionen Euro (<a href=\"https:\/\/www.bundeshaushalt.de\/static\/daten\/2026\/soll\/draft\/epl12.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeshaushaltsplan 2026, Einzelplan 12, Bundesministerium f\u00fcr Verkehr, Seite 39<\/a>). Selbsttragend ist der Kanal nicht, das Verkehrsaufkommen ist gesunken, und das nach der Pandemie verringerte Beitragsaufkommen durch die seit 2022 halbierten Abgaben f\u00fcr die (lotsenpflichtige) Gro\u00dfschifffahrt, die urspr\u00fcnglich mit den anhaltenden Verkehrsbehinderungen am Kanal begr\u00fcndet worden waren, hat man im Sommer 2026 mit der \u201eAchten Verordnung zur \u00c4nderung der Verordnung \u00fcber die Befahrungsabgaben auf dem Nord-Ostsee-Kanal\u201c <a href=\"https:\/\/www.wsa-nord-ostsee-kanal.wsv.de\/Webs\/WSA\/WSA-Nord-Ostsee-Kanal\/DE\/0_Startseite\/Aktuelle_Meldungen\/20260702_Abgaben_NOK.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sogar bis 2030 festgeschrieben<\/a>.<\/p>\n<p>Und so fielen zum 1. Januar 2027 die technischen Verlegenheitsl\u00f6sungen mit dem Geb\u00fchrengebilde in sich zusammen. In der <a href=\"https:\/\/www.bmv.de\/SharedDocs\/DE\/Pressemitteilungen\/2026\/085-bilger-abschaffung-nok-gebuehr.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung<\/a> des tatkr\u00e4ftigen neuen Verkehrsministers hei\u00dft es: <em>\u201eSportbootnutzung auf dem Nord-Ostsee-Kanal wird ab 2027 kostenlos\u2026Die bislang erhobene Befahrensabgabe entf\u00e4llt\u2026Gleichzeitig wird die Verwaltung von einem Verfahren entlastet, dessen Aufwand inzwischen deutlich gr\u00f6\u00dfer ist als die Einnahmen\u2026 Wir wollen B\u00fcrokratie dort abbauen, wo sie den Menschen keinen Mehrwert bringt.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahre 2016 hatte die Berufsgenossenschaft Verkehr die Unfallgefahr aus der Routine-Nutzung der Schleusenleitern in den NOK-Schleusen &#8211; das \u201eKlettern zum Bezahlen im Schleusenb\u00fcro\u201c &#8211; wegen massiver Sturz- und Soggefahr als lebensgef\u00e4hrliche Zweckentfremdung eingestuft. 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