{"id":2144,"date":"2017-11-28T21:40:15","date_gmt":"2017-11-28T20:40:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seglerkameradschaft.de\/?p=2144"},"modified":"2017-11-28T21:40:15","modified_gmt":"2017-11-28T20:40:15","slug":"faehrnisse-des-impellerwechsels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/seglerkameradschaft.de\/?p=2144","title":{"rendered":"F\u00e4hrnisse des Impellerwechsels"},"content":{"rendered":"<p>Kaum acht Jahre nach dem letzten Wechsel des Radialwellendichtrings der Wasserpumpe tropft von einem Tag auf den anderen wieder K\u00fchlwasser in die Bilge. Nun, ein neuer Simmerring ist beim gut sortierten technischen Industrieausr\u00fcster f\u00fcr 5 \u20ac schnell beschafft und auch eingesetzt, auch die Edelstahl-Ringfeder hatte man vorr\u00e4tig. Der Yachtausr\u00fcster vor Ort reicht zudem einen neuen Impeller \u00fcber die Theke, ein Ersatz ist \u00fcberf\u00e4llig, denn erste Einrisse an den Fl\u00fcgeln des bisher verwendeten Exemplars werden sichtbar.  Der neue Aftermarket-Impeller ist italienischer Provinienz; nicht sch\u00f6n, aber die Originalpackung des bisherigen Impellers zierte ebenfalls ein \u201eMade in Italy\u201c statt eines \u201eMade in UK\u201c. Die in das Impellergummi eingegossene Zahl \u201e2\u201c ist ein Zitat des Originals, welches die Authentizit\u00e4t der Kopie unterstreicht: Wir vertrauen daher auf die Korrektheit von Ersatzteil-Vergleichslisten, und f\u00fcr die Best\u00fcckung einer Standardpumpe, die innerschwedisch per \u00c4tzung des Pumpendeckels zu einer Pumpe des Marinemotoren-Marktf\u00fchrers geadelt wurde, sollte es reichen. Wir wollen an dieser Stelle auch nicht \u00fcber das Prinzip von Impellerpumpen l\u00e4stern; der Vorwurf w\u00fcrde auf m\u00e4\u00dfige Eleganz des Quetschverfahrens und seine bescheidene Dauerhaftigkeit lauten. Mancher h\u00e4lt diese Pumpen auch f\u00fcr ein technisch schlichtes,  eher unbehauenes St\u00fcck Bronzegu\u00df, deren Preisbildung dennoch erstaunt und einen Kartellverdacht n\u00e4hert. Vielsagend deutete der Yachtausr\u00fcster auf sein Neupumpen-Sortiment hin: Bei eingelaufenen Pumpen sei ein Impellerwechsel nicht immer erfolgversprechend.   <\/p>\n<p>Auffallend ist, das sich der Impeller nur schwer einsetzen l\u00e4sst. Die Impellerbuchse wurde bei der Herstellung an den Enden gestaucht und weist einen Grat auf der Innenseite auf.  Erste Lektion: Pr\u00fcfe, ob man das Ersatzteil erst mit feinem Schleifpapier bearbeiten muss, um es verwenden zu k\u00f6nnen.    <\/p>\n<p>Schlimmer ist aber, dass anschlie\u00dfend die Pumpe nicht pumpt, zumindest auch bei h\u00f6heren Drehzahlen nicht selbst ansaugt. Ein n\u00e4here Analyse ergibt, dass man durch die Pumpe durchblasen kann, der Impeller offenbar in der Luft dreht, mutma\u00dflich deshalb, weil dessen Flanken nicht b\u00fcndig an den Seitenfl\u00e4chen der Pumpe anliegen. Zweite Lektion: Der Profi pr\u00fcft Ansaugverhalten und Dichtigkeit stets vor dem Einbau. Zugegeben, die innere L\u00e4uferscheibe und \u00e4u\u00dfere Deckel des Pumpengeh\u00e4uses sind eingelaufen, dass ist aber bei den letzten drei Impellerwechseln nicht wirklich negativ aufgefallen. Ein Umdrehen des Pumpendeckels auf die unbenutzte, glatte Seite bringt noch keinen Durchbruch. Offenbar ist vor allem die innere L\u00e4uferscheibe zu stark verschlissen. Eine Gegenprobe mit dem alten Impeller beweist hingegen wieder dessen hinreichende Dichtwirkung und Pumpleistung. <\/p>\n<p>Was ist zu tun? Die Schieblehre beweist es, aber auch der optische Vergleich zeigt: Der bisherige Impeller (links) ist zwar im dritten Einsatzjahr, hat aber immer noch ein halben (und entscheidenden) Millimeter mehr Flankenh\u00f6he als das brandneue Exemplar (rechts). <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gramberg.biz\/dl\/SKCN\/2017_5\/Impeller_Groessenvergleich_WP_20170815_15_45_58_Pro_Detail.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.gramberg.biz\/dl\/SKCN\/2017_5\/Impeller_Groessenvergleich_WP_20170815_15_45_58_Pro_Detail.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein naheliegender Ansatz f\u00fchrt daher zun\u00e4chst zur Beschaffung eines neuen Impellers der bisher verwendeten Marke, in der Hoffnung auf Best\u00e4ndigkeit der Fertigungsspezifikation. Im Ergebnis hat dieser Impeller dann zwar keinen Grat in seiner Buchse, er erweist sich aber ebenfalls als zu knapp dimensioniert: Die Pumpe saugt nicht an. <\/p>\n<p>Der freundliche Vertragsh\u00e4ndler des Marinemotoren-Marktf\u00fchrers ruft f\u00fcr das Pumpen-Repair-Kit einen dreistelligen Euro-Betrag auf, welches auch L\u00e4uferscheibe und Pumpendeckel umfassen w\u00fcrde. Respekt! Wir verzichten diesmal und besorgen beim Messingh\u00f6ker zwei kleine 2mm-Plattenreste zum Selbers\u00e4gen, was im Rahmen eines kommenden Winterprojekts zur nachhaltigen Pumpen\u00fcberholung anzugehen sein wird. Die innere L\u00e4uferscheibe wird f\u00fcrs Erste an der R\u00fcckseite mit Marine-Polymer gleichm\u00e4\u00dfig beschichtet und sachte aufgeh\u00f6ht. Heureka: Trotz neuen Impellers saugt und pumpt es wieder. <\/p>\n<p>Zusammenfassend die Gesamtlektion: Sportbootfahrer, h\u00fcte Dich vor nicht ma\u00dfhaltigen Ersatzteilen und vor allem vor \u00fcberma\u00dfigen Impellern!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum acht Jahre nach dem letzten Wechsel des Radialwellendichtrings der Wasserpumpe tropft von einem Tag auf den anderen wieder K\u00fchlwasser in die Bilge. Nun, ein neuer Simmerring ist beim gut sortierten technischen Industrieausr\u00fcster f\u00fcr 5 \u20ac schnell beschafft und auch eingesetzt, auch die Edelstahl-Ringfeder hatte man vorr\u00e4tig. 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